🇩🇪🇨🇳 Schaeffler lässt jetzt Humanoide von Humanoiden bauen. In China.
Schaeffler hat in Taicang eine "Lighthouse Factory" für humanoide Robotik eröffnet. Auf 7.500 Quadratmetern: eine intelligente Montagelinie, ein Trainings- und Datenerfassungszentrum, eine Plattform für digitale Zwillinge und ein eigenes Rechenzentrum.
Das Prinzip heißt "Humanoide fertigen Humanoide".
An fünf Stationen arbeiten sechs humanoide Roboter zusammen und montieren lineare und rotative Aktuatoren, also die Gelenkmodule für die nächste Generation humanoider Roboter. COO Jochen Schröder nennt es einen geschlossenen Fertigungskreislauf, den es im globalen Schaeffler-Netzwerk bisher nicht gab.
Die Zahlen dahinter: rund 400 Millionen Euro Auftragseingang in diesem Segment, Komponenten für über 80 Projekte, im dritten Quartal allein zwei Neukunden aus Greater China.
Die Trainingsumgebungen bilden die realen Arbeitsbedingungen aus rund 100 Schaeffler-Werken weltweit nach. Dort wird also nicht nur montiert, dort wird das Betriebswissen eines deutschen Industriekonzerns in Roboter trainiert.
Verstehen wir uns richtig: Das ist eine gute unternehmerische Entscheidung. Chinas Humanoiden-Industrie wächst gerade am schnellsten, dort sitzen die Kunden, dort entsteht das Ökosystem.
Nur steht diese Fabrik eben nicht in Herzogenaurach.
Caveat: In Deutschland ist so eine Fabrik offensichtlich nicht mehr möglich, und mit ihr wandern die Daten ab, denn in Taicang wird das Betriebswissen aus rund 100 Schaeffler-Werken in Roboter trainiert.